Das bedeutet der Google Author Rank

19.04.2012 | Nicolas Sacotte
Es gibt da draußen derzeit etliche Beiträge zum Thema Autoren Markup und Author Rank, auch auf SEOmoz. Die persönliche Reputation von Autoren bekommt allmählich Bedeutung für das Web-Ranking. Was ist und wie wichtig wird der Author Rank? Auf Rand Fishkins Ressourcen-Hub von Inbound.org haben wir einen instruktiven Artikel gefunden, der das Thema sehr schön aufrollt: Zuerst wird erklärt, wie der Author Rank im Grundsatz funktioniert. Dann wird dargestellt, wie sich die Sache im Wechselspiel zwischen linkbasiertem Algorithmus (PageRank) und Rankingerstellung inklusive Social Signals (Author Rank) entwickeln könnte. Eine nicht unwichtige Rolle spielt dabei ein US-Patent, das 2011 von Google angemeldet wurde.

So funktioniert der Author Rank

Am 11. Mai 2011 hat Google Inc. das spannende Patent (Series No. 105326, Series Code 13) vorgelegt. Dabei geht es um Möglichkeiten, durch einen „reputation score“ das Web-Ranking von Content zu berechnen. Im Blickpunkt ist also nicht nur die Linkpopularität einer Seite, sondern auch das Autoren-Renommee des Verfassers. Auf Basis welcher Daten könnte Google eine solche Bewertung vornehmen? Was weiß und kennt Google von Autoren?

Ein paar Beispiele, was Google alles auswerten kann:
  • Blogkommentare
  • Artikel, die veröffentlicht wurden
  • Social media Präsenz
  • Video Content, der hochgeladen wurde
  • andere öffentliche Beiträge
(Unter letzterem führt K. Fung in dem Artikel zum Beispiel “Answer Sites” wie Quora auf. Man könnte hier ebenso an Foren-Einträge, Google Groups Diskussionen und Ähnliches denken.)

Google Patent vom 11. Mai 2011

Es lohnt sich, die Patentanmeldung ein bisschen genauer zu studieren. Es geht um “methods and apparatus, including computer program products, implementing techniques for searching and ranking linked information sources”. Also um Methoden und Computer-Technologien, die verlinkte Informationen / Informationsquellen aufspüren und werten können. Die gesammelten Daten sollen schließlich dazu verwendet werden können, um einen Quality Score für ein Dokument zu errechnen („calculating a Quality Score for the Document“). Dieser Score könnte dann zum Beispiel die Basis für die Ranking-Erstellung bilden.

Die Bedeutung des Author Ranks: „one of the biggest innovations“

Für Fung wäre der Author Rank eine der größten Innovationen der Websuche, wenn er wie beschrieben kommt. Nicht zuletzt wäre das ein wichtiges Mittel, um soziale Metriken in die Websuche zu integrieren (“AuthorRank … becomes the solution for Google to combine social and search”). Ein Reputation-Score für Autoren oder ein Quality-Score für Dokumente wäre dann neben Links ein weiteres Rankingelement.

Wichtig: Der Author Rank berechnet sich aus Signalen, die nicht nur über die jeweilige Seite ermittelt werden. Im neuen Patent werden dazu ausführlich die verschiedenen Varianten aufgeführt, mit denen solche Signale erhoben und verarbeitet werden können.

(Zwischen-Einschub: Vergleiche dazu M. Tober auf der affiliate tactixx [Video ca. bei 26:45]: “Social Signals sind eigentlich nichts anderes als Links.“)

Entwicklung der social media und das Prinzip der Empfehlung

Angefangen hat die social Story bekanntlich mit Social Bookmarking (Reddit, Diggit, Delicious oder in Deutschland mister-wong). Dann folgten twitter und Facebook.

Am Beispiel von Facebook lässt sich zeigen, wie beim social media Kanal die Online-Aktivität weit über die eigene Profilseite hinausgeht. Zum Beispiel durch Posts auf einer mobilen App, durch Klicks auf Like / Share beim Browsen auf YouTube oder durch Blog-Kommentare via Facebooks Social Plugins. Das gilt erst recht, wenn Artikel aus dem eigenen Blog automatisch veröffentlicht werden in den Facebook Feeds der Freunde.

Das Prinzip der Empfehlung setzt sich also nicht mehr nur über Links auf die Originalseite um, sondern spiegelt sich auch durch andere aufsummierte Signale.

Social Ranking:Wohin die Reise geht

Mit dem Author Rank entsteht so etwas wie ein Social Ranking, bei dem die Reputation eines personalen Akteurs anstatt einer bestimmten Webseite oder Domain herangezogen wird.

Die ersten Experimente, wie social search Ergebnisse in die organische Suche eingebunden werden, sind bereits zu orten. Bei Google.com ist zu sehen (z.B. Google.com aufrufen und „seo“ eingeben), wie Profile aus den Google+ Profilen rechts neben der Suchergebnisseite eingeblendet werden.

Karl Fung vermutet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ähnliche Algorithmen in das generelle Rankingverfahren einfließen und Usern angezeigt werden, die nicht auf Google+ eingeloggt sind.
Kommentare:
Kommentare 1 Kommentar(e)
Andreas Wander 19.04.2012, 18:57 Uhr
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Sehr guter Artikel. Ich glaube, dass wir in diesem Umfeld noch sehr viel sehen werden.

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