das google "Panduin"-Update

27.04.2012 | Nicolas Sacotte
Panduin Update
Meist ist es besser, die Dinge mit etwas Abstand zu analysieren, anstatt Schnellschüsse zu produzieren. Das gilt auch bei den vielen Algorithmus Änderungen und SERP-Updates dieser Tage. Danny Sullivan von SEL hat in dieser Richtung für eine nüchterne Bestandaufnahme schon ein paar wichtige Pflöcke eingeschlagen. Klar, das Internet ist ein hyper-schnelles Medium. Aber da läuft man dann eben auch Gefahr, sich einen Panda-Bären als Web Spam Update aufbinden zu lassen. Der derzeitige Update Turnus von google ist an Geschwindigkeit kaum zu überbieten. Vor wenigen Tagen war das große Thema in der SEOwelt das google "Webspam"-Update. Es wurde viel über Anchortext-Penalties gesprochen, manche Kollegen haben für den Trend die Abwertung von Linknetzwerken vermutet, schlechte Contentqualität stand zu Diskussion und viele weitere Ansatzpunkte, die aber allesamt sicher niemals als Einzelfaktor für einen Absturz verantwortlich sind. Es ist die Summe der Faktoren und deren Zusammenspiel. Jetzt wurde bekannt, dass das aktuelle Update unter dem Namen "Penguin" geführt wird und fast zeitgleich mit einem neuen Panda-Updater über die Bühne ging. Zusammengefasst also ein "Panduin"-Update! Der Julian hat heute ebenfalls schon seine Meinung und Erkenntnisse zum Penguin-Update gebloggt.

Matt Cutts: Es war Panda

Das jüngste Algorithmus Update hat wieder für einigen Wirbel gesorgt. Die Veränderungen wirken sich dabei in unterschiedlichen Ländern verschieden stark aus, in Deutschland laut offiziellem Statement für ca. 3 Prozent der Suchanfragen. Inwieweit allerdings alle Up and Downs der letzten Tage mit dem angekündigten Update zusammenhängen, ist eine andere Frage. Wie bei Danny Sullivan „Panda Update 3.5 is live“ zu lesen ist, wurde letzte Woche auch ein neuer Daten-Refresh des Panda Updates ausgeführt. Google Engineer Matt Cutts hat bestätigt: “We rolled out a Panda data refresh several days ago”. Nicht alle Ranking-Positionsverschiebungen hängen daher zwangsläufig mit dem neuesten SEO Webspam Update zusammen.

Danny Sullivan weist auch darauf hin, dass es verschiedene Indizien gibt, worauf genau einzelne Positionsverluste zurückzuführen sind - was ebenfalls das Team von M. Cutts bestätigt hat.

Das offizielle Statement zum Update gibt es übrigens mittlerweile auch im Webmaster Zentrale Blog auf Deutsch zum Nachlesen.

Link-Penalty, Qualitäts-Abstufung oder SEO Webspam Strafe?

Inzwischen macht das hohe Tempo, das Google vorlegt, manchem Webprojekt und manchem Webmaster zusehends Mühe. Was soll man tun, wenn eine bisher gut rankende Website plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist? Einmal ganz unabhängig davon, aus welchen Gründen der Ranking-Absturz erfolgt ist, auch hier ist angeraten, die Lage zunächst in Ruhe zu analysieren.

Für den einfachen Webmaster ist es vielleicht zuerst reichlich egal, ob er wegen Panda oder einem anderen Update aus dem Algorithmus gerutscht ist. Trotzdem kann ein genauer Check hier weiterhelfen. Denn ob eine Link-Penalty, eine Panda-Qualitäts-Abstufung oder eine SEO Webspam Abstrafung die Ursache ist, macht für die Chancen auf ein Comeback in den höheren Positionen keinen kleinen Unterschied.

3 Tipps, bevor jemand den Job an den Nagel hängt

Bei manchen klingeln die Alarmglocken allerdings so laut, dass schon des Öfteren vom notwendig gewordenen „Gang zum Arbeitsamt“ die Rede ist. Mit den drei folgenden Empfehlungen kann man sich das Kellnern oder das Anheuern auf einem Schiff aber vielleicht ersparen:
  • Abwarten bis der Algorithmus wieder im Gleichtakt läuft
Wie schon bei vergangenen Update-Einspielungen wird es auch diesmal einige Zeit dauern, bis sich alles richtig durchsortiert. Weitere Schwankungen nach unten oder oben sind auch in den nächsten Tagen oder Wochen zu erwarten. Bevor man übereilte Rückschlüsse zu seinen Projekten zieht, heißt es erst mal abwarten (und dann nacharbeiten).
  • Überlegen, welche SEO-Bereiche ausbaufähig sind
Für einzelne Websites (und für die Tätigkeit als SEO) sollte überlegt werden, in welchen Bereichen man etwas anders oder noch mehr tun könnte. Wenn ein bisheriges „SEO-Projekt“ nicht mehr funktioniert, heißt das ja nicht, dass Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing per se out sind. Vielleicht statt manchen grauwertigen Ansätzen in Zukunft etwas mehr Content Optimierung betreiben oder die eigenen Fehler verwerten und sich im Bereich Unternehmensberatung spezialisieren?
  • Leute mit guten Kenntnissen sind überall gefragt
Wer wirklich gar keine Zukunft mehr für seine Web-Projekte sieht, sollte nicht vergessen, dass er sich trotzdem viel Know-how erworben hat. In der noch immer boomenden Internet-Industrie gibt es viel Bedarf an guten Mitarbeitern. Schon wer ein wenig in HTML coden kann oder bereits einmal in ein Analytics Konto geguckt hat, sollte in der Online-Branche bei vielen Auftrag- oder Arbeitgebern einen guten Stand haben.

andere Stimmen zum "Panduin"-Update

Auch heute ist die Flut der Blogpostings nicht abgebrochen und von traurigster Bestürzung bis hin zu Posts mit ausreichend Abstand ist wirklich alles zu lesen. seo-united.de bloggt über "the day after", im Abakus Forum läuft eine Riesendiskussion zu dem Thema und auch der Artikel von Lars Nutzenberger mit dem Titel "Der Pinguin ist Schuld" ist auf alle Fälle lesenswert. Es gibt sehr viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema, es fällt aber vor allem auf, dass viele sich "ungerecht behandelt" fühlen und google die Schuld für die aufkeimenden Existenzängste in die Schuhe schieben.

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