Unnatürlichen Linkaufbau entdecken

14.08.2012 | Nicolas Sacotte
„Wir haben festgestellt, dass auf einigen Seiten Ihrer Website eventuell Techniken verwendet werden, die gegen die Webmaster-Richtlinien von Google verstoßen. Suchen Sie insbesondere nach möglicherweise künstlichen oder unnatürlichen Links, die auf Ihre Website verweisen“. Seit Google Warnmails mit solchen Inhalten verschickt, ist es brennend aktuell, das eigene Linkprofil auf Risiken zu checken. Wie sich ein unnatürliches Linkbild mit einer Pivot-Tabelle scannen lässt, hat Justin Goodman bei SEOmoz beschrieben .

Woran lässt sich unnatürlicher Linkaufbau erkennen?

Stellt sich zuallererst die Frage, an welchen Merkmalen ein unnatürliches Linkprofil überhaupt zu erkennen ist. Logisch, da ist zum Beispiel die Themenrelevanz von verlinkten Seiten. Ein anderes Indiz: das Tempo beim Linkbuilding. Wenn plötzlich an einem Tag ungewöhnlich große Blöcke an Links entstehen, weist das auf eine Art von Link-Manipulation hin. Oder wenn eine Seite jahrelang eine konstante Link-Entwicklung hatte und auf einmal zieht die Sache wie eine Rakete los. Das ist dann auch irgendwie verdächtig.

SEO um die Ecke gedacht

Deshalb ist es sinnvoll, ausgehende Linkprofile zu prüfen , wie auch die Internetkapitäne um Markus Hövener empfehlen. Weil für das Trust Building ein unnatürlicher Linkaufbau gefährlich ist, müssen SEOs quasi um die Ecke denken. Zu viele Links in zu kurzer Zeit  - plus von den falschen Seiten - können zum Problem werden! Dadurch werden unter Umständen alle Anstrengungen zum eigenen „Brand“-Building wieder zunichte. Außerdem: „viele unnatürliche Links sind (evtl.) bereits wertlos “. Was also tun?

Schritt 1: Daten erheben

J. Goodman hat eine kleine Anleitung verfasst für einen Check auf unnatürliches Linkwachstum. Die eignet sich beispielsweise für die Webmaster Tools von Google, denn da gibt es seit einiger Zeit die praktische Funktion, Backlinks sortiert nach Datum anzuzeigen. Hier findet Ihr die Daten:
  • unter Traffic: Links to your Site ansteuern
  • who links the most: “More” anklicken
  • Download latest links
Die Daten lassen sich für Google docs oder als CSV Download bereitstellen. Für die Weiterverarbeitung mit Excel wählt Ihr CSV.

Schritt 2: Daten zurechtlegen

Als nächster Schritt wird die Liste mit den  Links (plus Datum) in Tabellenform bearbeitet. Dazu alle Links, die nach einem kritischen Zeitpunkt dazugekommen sind (z.B. nach dem Start  von Linkbuilding Maßnahmen) separieren und in eine eigene Spalte packen. Jetzt eine weitere Spalte anlegen mit allen Links vor dem aktiven Linkaufbau. Nun sind die Daten zur eigentlichen Auswertung bereit.

Schritt3: Daten in Pivot-Tabelle auswerten

Der vorbereitete Datensatz wird nun in ein einfaches Pivot-Diagramm umgewandelt. Dadurch lässt sich leicht erkennen, ob es unnatürliche Linkschübe gibt: Durch eingezogene Linien in den Zeitverlauf ist darstellbar, wie sich das Linkwachstum in normalem Tempo entwickelt hätte und wo es derzeit tatsächlich liegt. Schon weiß man, ob Handlungsbedarf besteht und ob eventuell mit blauen Briefen von Google zu rechnen ist.

Alle Einzelschritte zum Anlegen der Pivot-Charts sind im SEOmoz-Artikel mit Screenshots illustriert. Wer es selber ausprobieren will, kann sich an der Anleitung von J. Goodman bequem entlang hangeln.

Fazit

Die Funktion, Backlinks nach Datum zu sortieren, kann man sich via Pivot-Tabelle für einen Linkprofil-Check gut zunutze machen. Es ist zwar noch die Frage, ob die Webmaster Tools wirklich sämtliche Backlinks erfassen und wie aktuell die Daten sind. Sehr auffällige Unregelmäßigkeiten sollten aber schon zu erkennen sein. Die Geschichte mit der Pivot Tabelle funktioniert natürlich auch mit Linkdaten aus anderen Webtools. Ein unnatürliches Linkwachstum lässt sich so frühzeitig erkennen.

das schreiben andere SEO Blogs zum Thema unnatürlicher Linkaufbau:

http://www.seo-scene.de/linkbildung/erkennung-von-linknetzwerken-und-unnatuerlichem-linkaufbau-1548.html

seoblog.net Tipp:

Christoph Cemper hat scheinbar ein neues Tool in der Pipeline, dass unabhängig von den bekannten Linkresearchtools und als standalone Version ins Rennen gehen wird. linkdetox.com wird es heissen und interessierte Nutzer können sich schon jetzt für eine kostenlose Test-Version gegen einen Tweet oder Share in die Subscriber-Liste eintragen. Und wer Christoph und seinem Team weiterhelfen möchte der betätige sich bitte hier http://www.linkdetox.com/report/ , denn die Jungs brauchen noch Daten.... Vielen Dank!
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