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Update auf Magento 2.0 - das sollte man wissen!

Als einer der größten Anbieter von professioneller Onlineshop-Software betrifft die Einführung von Magento 2.0 nicht nur kleine Händler sondern auch eine Reihe großer Häuser. Seit dem Launch von Magento 2.0 im April 2017 wurde die Plattform schon mehrmals gepatcht. Dadurch wurden insbesondere Sicherheitslücken geschlossen und die Unterstützung langer BIN Nummern gewährleistet, wie sie von Mastercard seit Ende Juni 2017 verlangt werden. Im Folgenden wird dargelegt, welche Vor- und Nachteile die Umstellung auf die neue Dateiversion für Shopbesitzer (auch was das Hosting anbelangt) mit sich bringt.

Höhere Geschwindigkeit & Bestellmengen – die Vorteile von Magento 2.0

Katalogseiten, Produktseiten und der Weg zum Warenkorb laufen unter Magento 2.0 bis zur Hälfte schneller ab, als bei der Vorgängerversion. Auch das Handling von Seitenaufrufen und Bestellungen ist unter der neuen Version durch die Optimierung des PHP-Codes und der verschlankten Einarbeitung von Javascript und CSS deutlich besser.

Die Entwickler sprechen von einer Unterstützung von bis zu 2 Millionen Seitenaufrufen und 250.000 Bestellungen pro Stunde in der Standardkonfiguration. Dies sollte selbst für größere Plattformen problemlos ausreichen und vorher auftretende Kapazitätsengpässe beenden. Im Gegensatz zu Magento 1.X beinhaltet die Installation von Magento 2.0 zudem auch in der frei erhältlichen Version einen eingebauten Full Page Cache (FPC), was das Leben auch in Bezug auf das Hosting durchaus erleichtern kann.

Flexibel und verschlankt – Aufbau und Architektur von Magento 2.0

Unter Magento 2.0 hat sich der Verzeichnisbaum deutlich verschlankt und eliminiert zahlreiche Verzeichnisse der Vorgängerversion. Dies erlaubt eine flexiblere Handhabung des Shopsystems. Zudem wirkt die Systemarchitektur sehr viel sauberer und aufgeräumter als unter Magento 1.x und erlaubt – endlich möchte man fast sagen – die Verbindung mit zahlreichen Schnittstellen, die vorher umständlich mit Modulen angebunden werden mussten.

Geprüfte Qualitätsstandards und einfache Implementierung für Module

Um die Qualität von Modulen für Magento 2.0 zu gewährleisten, wird der Marktplatz für Magento 2.0 Module jetzt vom Magento-Team selbst kontrolliert. Darüber hinaus erlaubt die Umstrukturierung des Magento-Kerns Entwicklern die kompaktere und effizientere Gestaltung. Ein weiteres Plus ist die zentrale und übersichtliche Verwaltung von Modulen, die unter Magento 2.0 nicht mehr über mehrere Verzeichnisse verteilt werden müssen.

Benutzerfreundlichkeit, übersichtliches Backend und Forum-Support

Der Administratorenbereich von Magento 2.0 ist in seinen Funktionen größtenteils beibehalten worden, was einen problemlosen Umstieg ermöglichen sollte. Die neue und durchaus ansprechende grafische Oberfläche orientiert sich grob am „Material Design“ von Google und ermöglicht dem normalen Benutzer ohne tiefere Kenntnis einen einfacheren Einstieg.

ddda

Wenn man nach den Fragen und der gegenseitigen Unterstützung in den einschlägigen Portalen wie http://magento.stackexchange.com geht, setzt sich Magento 2.0 immer mehr durch. Auch wenn bei einem neuen System immer mehr Fragen anfallen, ist die Menge der Fragen (und hilfreichen Antworten) zu Magento 2.0 erstaunlich, erreichen diese doch schon gefühlt mehr als 50 %!

Nachteile von Magento 2.0 und Probleme bei der Umstellung von Magento 1.x

Da sich die Anbindung von Modulen bei Magento 2.0 signifikant von der Vorgängerversion unterscheidet, sind die Module für Magento 1.x nur in den seltensten Fällen mit der neuen Version kompatibel. Diese müssen für eine sinnvolle Anwendung nach dem Update auf Magento 2.0 zumeist komplett neu geschrieben werden.

Auch mit den unter Magento 1.x verwendeten Themes und Designs gibt es in den meisten Fällen Probleme mit der Migration und diese sind im allgemeinen nicht ohne größeren Aufwand in die neue Umgebung zu integrieren. Für die Migration der Shop-Daten wie Kunden- und Produktdaten stellen die Entwickler hingegen ein kostenloses Tool bereit, um die Umstellung trotz aller Problematiken machbar zu gestalten. Details zum so genannten „Data Migration Tool“ gibt es hier.

Feste Update Termine im vierteljährlichen Rhythmus

Im Gegensatz zum Vorgänger Magento 1.x wird es für Magento 2.0 feste Update Termine geben, mit denen neue Releases und Features implementiert werden. Diese sollen vierteljährlich erscheinen und bieten den Vorteil, dass sich insbesondere die Entwickler besser auf die festen Termine vorbereiten können. Patches und Sicherheitsupdates wird es natürlich außer der Reihe geben und diese werden wie bisher je nach Dringlichkeit und Ausmaß des zu behebenden Problems zeitnah nach dessen Identifizierung bereitgestellt. Die Updates werden dabei immer für die Enterprise Edition und die Community Ausgabe der Software zeitgleich angeboten.

Preissteigerung der Enterprise Edition und dürftige Modul-Vielfalt

Mit dem Update auf Magento 2.0 steigt auch der Preis für die unterstützte Enterprise Edition. Kostete diese unter Magento 1.x maximal 18.000 $ jährlich, fängt die günstigste Variante der Enterprise Edition für Magento 2.0 bei 22.000 $ jährlich an.

Anders als noch unter Magento 1.x berechnen sich die Lizenzkosten bei Magento 2.0 anhand des Unternehmensumsatzes und kann bis auf 75.000 $ steigern. Durch die Neueinführung von Magento 2.0 im April gibt es bislang (Stand Juli 2017) noch ein relativ begrenztes Umfeld an Modulen und Templates, Designs und Themes. Dies sollte sich aber mit der voraussichtlich schnellen Verbreitung von Magento 2.0 ändern und in absehbarer Zeit in etwa das Niveau erreichen, welches man bei Magento 1.x gewöhnt war.

Fazit und Notwendigkeit des Magento 2.0 Updates

Auch wenn sich bei der Umstellung von Magento 1.x auf Magento 2.0 gerade bei großen Onlineshops mit vielen Modulen eine Reihe von Problemen ergeben, ist dieses auf mittelfristige Sicht nicht nur sinnvoll sondern notwendig.

Insbesondere Inhaber der Enterprise Edition müssen sich darauf einstellen, dass der Support (und das Angebot) der Magento 1.x Lizenz mittelfristig ganz eingestellt wird und das nach einer Transitionszeit keine Sicherheitspatches mehr vorgenommen werden. Abgesehen von den höheren Kosten übertreffen die Vorteile von Magento 2.0 aber die eventuell auftretenden Problematiken bei der Migration des Mage Onlineshops und auf lange Sicht wird sich in den meisten Fällen allein schon der größere Bedienungskomfort als ein sinnvolles Investment herausstellen.