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Raus aus der Google Penalty – Abstrafungen erkennen, analysieren und beheben

Googles letzte große Updates zum Algorithmus der Suchmaschine hatten nicht nur niedliche Namen, Penguin und Panda, sondern haben auch die gesamte SEO-Zunft und massenweise Webseitenbetreiber in Panik versetzt.

Die so harmlos mit Tiernamen bezeichneten Updates (Panda ist übrigens der Nachname des Entwicklers von Panda, das regelmäßig upgedatet wird und in der 4. Version vorliegt) hatten und haben es in sich. Während Penguin vor allem die Bewertung von Backlinks neu regelte, ist das fortlaufend verbesserte Panda Googles Content-Bewertungstool. Seit Einführung von Panda wird hochwertiger Content kontinuierlich immer wichtiger in der Bewertung, umgekehrt mehren sich auch Abstrafungen durch Google, so genannte Penalties, die durch ein besseres Verständnis der neuen Tools und ein gewisses Maß an Initiative und Arbeitsaufwand in den meisten Fällen allerdings auch wieder behoben werden können. Insbesondere hat Google es in seinen Webmaster-Richtlinien auf Spam-Projekte und Duplicate Content abgesehen, da hier kein inhaltlicher Mehrwert für den Nutzer angenommen werden kann.

Daneben werden auch Doorway, also weiterleitende Brückenseiten, und Webseiten, die Malware oder Viren verbreiten abgestraft, letztlich zum Nutzen aller. Die meisten Abstrafungen und Rückstufungen durch Google erfolgen automatisch durch den Algorithmus, es gibt aber auch den selteneren Fall von manuellen Maßnahmen von Google Mitarbeitern aus dem Spam-Team.

Warum ist gerade eine Google Penalty so schmerzhaft?

Google ist für die meisten Webseiten einer der Top-Trafficlieferanten. Es macht aber natürlich Sinn, den Versuch zu machen, den generierten Traffic möglichst breit aufzustellen und aus verschiedenen Quellen zu beziehen (Social Media, Youtube, etc.), um die Abhängigkeit von Google möglichst gering zu halten. Bei Erteilung einer Penalty durch Google wird die Webseite entweder zurückgesetzt – erscheint also weiter hinten in den Suchergebnissen – oder gar ganz aus dem Index herausgenommen. Beides führt in den allermeisten Fällen umgehend zu einem schweren Zusammenbruch des Traffic auf der Webseite, die eine Penalty erhalten hat. Da auf der anderen Seite die meisten Betreiber von Webseiten ein klares Ziel mit ihrem Projekt verfolgen, sei es nun kommerziell als Webshop, ein Blog oder im weitesten Sinne die Weiterverbreitung von Nachrichten, ist ein solcher, zwar selbst verschuldeter aber nicht unbedingt berechtigter Verlust an Traffic ein herber Rückschlag.

Die verschiedenen Arten von Google Penalties in der Übersicht

1. Keywords: Eine Abstrafung auf der Keyword-Ebene betrifft meist eines, seltener einige miteinander verwandte bzw. ähnliche Keywords. Sollte eine Seite sehr gute Rankings bei einem speziellen Keyword haben und wurde dann auf der Keyword-Ebene abgestraft, dann findet sich diese plötzlich auf Seite drei oder vier der Suchergebnisse wieder und kaum ein Google Nutzer blättert soweit durch die Ergebnisse. Die Abstrafung auf der Keyword-Ebene ist im Vergleich eine relativ milde Google Penalty.

2. URL und Verzeichnis Penalty: Hier wird nicht ein einzelnes Keyword abgestraft, sondern eine URL oder gleich ein ganzes Verzeichnis einer Domain. Die von der Abstrafung betroffenen URLs finden sich anschließend weit hinten in den Suchergebnissen und sind damit quasi unsichtbar. Im schlimmsten Fall werden die betroffenen Verzeichnisse oder URLs sogar deindexiert und sind dann durch Google überhaupt nicht mehr im Netz zu finden.

3. Domain und Subdomain Penalty: Dies ist schon eine der schwersten Penalties, die Google verhängt. Die gesamte Domain bzw. Subdomain (Host) wird aus den Suchergebnissen gelöscht, allein eine direkt Site-Anfrage erlaubt das auffinden der Webseite(n), da diese im Index von Google verbleibt. Das Ranking, Keywords und andere Ranking-Positionen von Google sind jedoch sozusagen auf Null gesetzt.

4. Deindexierung: Die Deindexierung ist die härteste Strafe, die Google verhängen kann. Eine Deindexierte Seite wird komplett aus dem Index der Webseiten gestrichen, welche die Basis für Google-Suchergebnisse bilden. Eine Deindexierte Seite existiert damit für Google nicht mehr, bis die Deindexierung rückgängig gemacht bzw. aufgehoben wird. Google wirft dabei allerdings nicht leichtfertig mit Deindexierungen um sich, sondern diese Höchststrafe wird nur bei schweren oder gehäuften Vergehen gegen die Webmaster-Regeln von Google verhängt. Auch ein gerichtlicher Beschluss kann die Deindexierung nach sich ziehen, zum Beispiel bei schweren Copyright-Vergehen oder dem Anbieten von illegalen Inhalten.

5. Manuelle Maßnahmen: Alle oben genannten Maßnahmen bis auf die Deindexierung werden meist durch den automatisierten Crawler des Algorithmus ausgelöst. Nur in seltenen Fällen strafen die tatsächlichen Mitarbeiter des Google Spam-Teams selber ab. Bei einer manuellen Maßnahme erhält man im Gegensatz zu automatischen Abstrafungen durch den Algorithmus eine Benachrichtigung in der Google Search Console, die zwar nicht genau den Grund der Abstrafung verrät, meist aber Hinweise enthält. Bei Verdacht auf unnatürliches Linkbuilding werden z.B. einige als negativ bewertete Beispiellinks aufgeführt. Ein manueller Eingriff kann verschiedene Gründe haben, häufig liegt diesen auch eine Spam-Meldung durch Nutzer zu Grunde. Ebenso können nicht gekennzeichnete ausgehende Follow -Links oder versteckter Text (zum Beispiel weiß auf weiß) ein Grund für ein manuelles Eingreifen sein.

Wie erkenne ich Google Penalties?

Egal ob manuelles Eingreifen vorliegt oder die Penalty durch den Algorithmus automatisch ausgelöst wurde, benötigt man die Google Search Console. In dieser findet sich bei einem manuellen Eingreifen die entsprechende Benachrichtigung. Noch wichtiger jedoch ist die Möglichkeit, über ein Monitoring Tools den Traffic auf der entsprechenden Webseite oder Webseiten im Auge zu behalten. Ein plötzliches Abfallen des durch Google generierten Traffic ist in den meisten Fällen ein klares Indiz für ein Penalty. Desto deutlicher dieser Abfall ausfällt, desto sicherer handelt es sich um eine Abstrafung. Mit letzter Sicherheit lässt sich dies bei automatisch durch den Algorithmus verhängten Strafen allerdings nicht sagen, da für diese von Googles Seite aus weder Benachrichtigungen noch sonst irgendwelche Hinweise gegeben werden. Allein die Deindexierung als solche lässt sich im Fall des Falles leicht nachvollziehen, stellt aber sozusagen eine Katastrophe dar, wenn man Google als Traffic-Lieferanten im Portfolio haben möchte.

Dauer und Behebung einer automatischen Google Penalty

Hier ist die Sachlage ebenso einfach wie einleuchtend. Eine automatisch durch die Algorithmen verhängte Google Penalty hält an, bis die Ursachen für die Penalty behoben sind. Der so genannte Web-Crawler wird dann keinen Grund mehr für eine Penalty auffinden und diese ebenso automatisch löschen, wie sie verhängt wurde. Das größte Problem besteht hier natürlich in der Informationspolitik Googles, die dem Webseitenbetreiber bei automatischen Penalties keinerlei Hinweise darauf gibt, wieso diese verhängt wurden. Zur Behebung bleibt also am Ende nur das Nutzen von einer Form des reverse engineerings, indem man die eigene Webseite genau unter Einbeziehung der von Google gesetzten Parametern für guten Content, Backlinks und ähnliches untersucht. Dabei können auch Unterseiten mit wenig Content problematisch sein und mit als Auslöser für eine Penalty auftreten. Zugegebenermaßen ist dieser Prozess langwierig und häufig auch kompliziert, da insbesondere „duplicate content“ und mit Keywords vollgestopfte Texte, die lange ganz gut funktioniert haben seit den Penguin und Panda Updates für Penalties mitverantwortlich sind. Gleichzeitig können Texte und anderer Content nur unter erheblichem Aufwand zeitnah ausgetauscht werden.

Dasselbe gilt für Backlinks. Hier besteht aber auch die Möglichkeit, problematische Verlinkungen sozusagen von sich aus Google gegenüber aufzukündigen, auch wenn die verlinkende Seite den Link nicht entfernt. Dies benötigt aber Zeit und eine direkte, manchmal nicht unkomplizierte Kommunikation mit dem zuständigen Google-Team und kann als Maßnahme nicht automatisiert vorgenommen werden. Am besten vermeidet man daher automatische Penalties gleich von vornherein, indem man die Webseiten an die von Google geforderten Standards anpasst. Dies war natürlich insbesondere bei der Einführung von Panda schwierig, inzwischen haben sich die Regeln und die Vorgehensweise des Algorithmus aber eingespielt, auch wenn dieser regelmäßig verfeinert wird. Richtig guter Unique Content war für ein richtig gutes Google Ranking damit noch nie so wichtig wie heute – und die Bedeutung dürfte mit der fortschreitenden Verfeinerung von Panda eher noch zunehmen.

Dauer und Behebung einer manuellen Google Penalty

Zuerst einmal: dieser Fall dürfte selten eintreten. Sollte eine Webseite aus irgendeinem Grund (und meistens sind es recht triftige) von einer manuellen Penalty betroffen sein, gilt es, sich die beispielhaft vom Google-Spam Team gegebenen Hinweise genau anzusehen und am besten die ganze Domain nach solchen und ähnlichen Problematiken zu durchstöbern und diese auszumerzen. Wenn man schon dabei ist, empfiehlt es sich, zusätzlich auch andere potentiell problematische Teilbereiche unter Berücksichtigung von Googles Richtlinien und den jeweils neuesten Updates von Panda und Penguin gleich mit zu untersuchen, um die Webseite auf einen guten Weg zu bringen. Für das Aufheben einer manuellen Penalty muss bei Google ein Antrag auf erneute Prüfung (Reconsideration Request) gestellt werden.

Dies sollte nur nach erfolgter Veränderung der Webseite getan werden, da ansonsten ohnehin keine Chance besteht, dass Google das Penalty aufhebt. In diesem Antrag besteht die Möglichkeit, die vorgenommenen Maßnahmen darzulegen, mit denen die beanstandeten Regelverstöße gegen Googles Guidelines beseitigt werden sollen. Dieser Antrag wird dann von Google geprüft. Dabei stellt das reine Antragstellen aber keineswegs eine Garantie dar, dass ein Penalty aufgehoben wird. Dies liegt allein im Ermessen der zuständigen Google-Teams. Der Antrag auf eine erneute Prüfung kann dabei natürlich auch wiederholt gestellt werden. Sinnvoll ist dies aber jeweils nur, wenn tatsächlich weitere substantielle Änderungen zum Positiven (aus Googles Sicht) vorgenommen wurden, ansonsten ist dies selbstverständlich vergebene Liebesmüh.

Fazit

Eine Abstrafung durch Google kann schlecht fürs Geschäft sein und Webseiten sogar potentiell zerstören. Das dumme dabei: der Betreiber trägt natürlich eine meist nicht unerhebliche Mitschuld an der Verhängung eines Penalties. Ob man Googles Regeln und Vorgaben nun gut findet oder nicht – für die meisten ist die weltweit beliebteste und meistgenutzte Suchmaschine ein zu wichtiger Traffic-Lieferant, als dass man sich diese Penalties leisten könnte. Und die relativ klaren Regeln von Google, auch wenn nicht alle Kriterien bekannt sind, haben auch ein gutes: man kann versuchen, sich bestmöglich nach diesen zu richten. Automatische Penalties können so dann meist ebenso automatisch behoben werden und selbst bei mit manuellen Penalties abgestrafte Webseiten können sich durch einen konsequenten Reboot häufig wieder von diesen erholen, vorausgesetzt natürlich, Google nimmt die Veränderungen positiv an. Es ist also durch eine Penalty nicht gleich alles verloren, sondern es gibt Mittel und Wege aus solch eine Strafe wieder herauszukommen.